alten hund fit halten

Alte Hunde

So hältst du deinen alten Hund fit

Ältere Vierbeiner haben besondere Bedürfnisse. Welche das sind und wie du deinen Hund bis ins hohe Alter fit hältst, verraten wir dir jetzt.

Ausserdem für dich: Dog Journal für Hundesenioren zum gratis Download

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Wie bleiben Hunde lange fit?

Große Hunde kommen bereits mit acht Jahren ins Seniorenalter, kleinere Rassen erst mit zehn oder gar dreizehn Jahren. Ältere Hunde sind körperlich nicht mehr so leistungsfähig und leiden unter dem einen oder anderen Wehwehchen wie Arthrose. Sie wünschen sich aber immer noch Ansprache und Abwechslung – sprich: deine Aufmerksamkeit!

Wie ist das bei euch? Hast du schon die ersten Anzeichen des Alterns bei deinem Hund festgestellt? Wie geht ihr damit um? Verrate es mir gern in den Kommentaren.

Du möchtest wissen, wie du deinen alten Hund fit halten kannst? Die folgenden Tipps helfen dir dabei.

Inhaltsverzeichnis

so hälst du deinen alten hund fit

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Geistige Beschäftigung: Gib deinem Hund zu denken

Mit leichten Übungen und Tricks hältst du deinen Hund geistig fit und sorgst gleichzeitig für Bewegung. Achte dabei immer auf seinen Gesundheitszustand: Wenn deinem Hund ein Trick Schmerzen bereitet, dann streiche ihn besser aus eurem Repertoire.

Folgende Kommandos können auch die meisten Hundesenior:innen leicht ausführen:

  • Sitz: fördert die Hinterhandmuskulatur
  • Platz: kräftigt Vorder- und Hinterhand
  • Diener: verhindert Verspannungen im Rücken

Suchspiele, bei denen dein Hund Leckerlis finden muss, bieten ebenfalls Abwechslung und halten die kognitiven Fähigkeiten aufrecht. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Du kannst Leckerlis draußen oder in der Wohnung verstecken.

Vielleicht freut sich dein Hund ja auch über einen Schnüffelteppich? Meine Hundeomi Lulu ist immer ganz begeistert, wenn ich ihren hervorhole.

Mehr Tipps zu Beschäftigungsmöglichkeiten für alte Hunde findest du in unserem Artikel
Wie kann man alte Hunde beschäftigen? | PAWSITIVE

Infos zum Umgang mit dementen Hunden bekommst du in unserem Artikel Honig im Kopf oder Demenz bei Hunden | PAWSITIVE

Video-Empfehlung

Dieses Video hat Bellini Hundephysio erstellt

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Das brauchst du:

Mit Bewegung deinen alten Hund fit halten

Wie du eure Gassirunden bestmöglich gestaltest, hängt von der Konstitution deines Hundes ab. Es ist besser, öfter eine kurze Runde zu gehen als wenige lange Gänge. Hinzu kommt, dass ältere Hunde ohnehin häufiger Pipi müssen.

Wenn öfter mal der Untergrund wechselt, ist das gut für die Motorik deines Vierbeiners. Geht daher nicht nur über asphaltierte Wege, sondern auch mal querfeldein, über die Wiese, einen Waldweg … Bring Abwechslung in eure Runden und nehmt öfter mal neue Wege.

Auch wenn du ihn dazu erst ein wenig motivieren musst – bring deinen Hund nach Möglichkeit dazu, in allen drei Gangarten zu laufen, also Schritt, Trab und Galopp. Zerr- und Apportierspiele sind dafür jedoch weniger geeignet, da die ruckartigen Bewegungen und abrupten Stopps den Bewegungsapparat belasten.

Klappt es mit den Gassigängen gar nicht gut, nimm zur Not einen Hundebuggy* mit. So könnt ihr auch mal Stellen erreichen, zu denen dein Hund es zu Fuß nicht mehr allein schafft.

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Tierärztliche Kontrolle: Alles okay?

Gerade bei älteren Hunden ist es wichtig, ihren Gesundheitszustand regelmäßig von der Tierärztin oder dem Tierarzt kontrollieren zu lassen.
Zweimal im Jahr steht zudem ein Blutbild an. Auch die Zähne müssen regelmäßig untersucht werden.

Bei neu auftretenden Beschwerden oder Änderungen im Verhalten ist ein Besuch in der Praxis Pflicht.

Ältere Hunde haben einen anderen Nährstoffbedarf als junge. Deshalb ist es sinnvoll, auf Seniorenfutter umzustellen. Das enthält auch weniger Kalorien, denn da alte Hunde sich weniger bewegen, neigen sie zur Gewichtszunahme. Weitere Infos zu diesem Thema findest du hier: 5 Tipps für die Fütterung von alten Hunden | PAWSITIVE

Der sanfte Weg: Wann zur Tierheilpraktiker:in?

Nicht immer ist eine schulmedizinische Behandlung notwendig oder möglich. Bei chronischen Erkrankungen sowie Verhaltensauffälligkeiten kann ein Besuch bei der Tierheilpraktikerin oder dem Tierheilpraktiker eine sinnvolle Alternative sein. Wenn du eine Erkrankung deines Hundes alternativmedizinisch behandeln lassen möchtest, hältst du aber vorher am besten Rücksprache mit der Tierärzt:in.

Gerade bei chronischen Schmerzen und Problemen mit der Fütterung kann ein:e Tierheilpraktiker:in die richtige Anlaufstelle sein. Welche Behandlungsmethode für deinen Hund geeignet ist, zeigt sich dann bei einem ausführlichen Gespräch und eventuell einer Untersuchung. Homöopathie, Bachblüten und Co. gehören für viele Hundehalter:innen dazu und können vielleicht auch dir und deinem Vierbeiner mehr Lebensqualität schenken.

Achtung: Seriöse Anbieter:innen erkennst du daran, dass sie bei schwerwiegenden Erkrankungen keine schulmedizinische Behandlung ersetzen wollen. Eine Krebsbehandlung beispielsweise homöopathisch zu begleiten, kann sinnvoll sein. Sie allein mit Globuli zu therapieren ist jedoch nicht möglich.

Insbesondere die alterstypischen Verhaltensauffälligkeiten sprechen jedoch auch auf sanfte Therapieformen an. So etwa auch ein gestörtes Schlafverhalten, über das du hier mehr erfährst: Warum dein alter Hund Nachts unruhig ist | PAWSITIVE 

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Krankengymnastik für Hunde: Tierphysiotherapie

Tierphysiotherapeut:innen bieten Krankengymnastik für Hunde an. Ihre Hilfe benötigst du, wenn dein Vierbeiner Probleme mit dem Bewegungsapparat hat. Sie unterstützen beispielsweise beim Arthrose-Management.

Doch auch gesunde ältere Hunde können vom Gang zur Physiotherapie profitieren. Die Fachleute dort wissen nämlich am besten, mit welchen Bewegungen und Übungen du deinem Hund etwas Gutes tun kannst. Manche bieten auch Hundeschwimmen in einem eigenen Pool an. Dabei kann dein:e Hundesenior:in sich leichter bewegen als an Land, da die Schwerkraft sich weniger stark auf die Gelenke auswirkt.

Führe ein Hundetagebuch

Du verbringst jeden Tag viel Zeit mit deinem Hund. Das ist natürlich schön und wichtig. Aber es führt auch dazu, dass du Veränderungen vielleicht nicht bemerkst, wenn sie sich einschleichen. Um das zu verhindern, empfehle ich dir ein Hundetagebuch zu führen. So merkst du direkt, wenn etwas anders ist, und hast die Möglichkeit, zu reagieren.

In dem Journal kannst du alles festhalten, was für den Gesundheitszustand deines Vierbeiners wichtig ist – vom Essverhalten über eure Spaziergänge bis hin zum Bedarf an Schmerzmitteln. Wie du dieses Journal gestaltest, kannst du frei nach den Bedürfnissen deines Hundes entscheiden.

Um es dir besonders leicht zu machen, haben wir ein Dog Journal für Hundesenioren erstellt, das du dir kostenlos herunterladen kannst.

PAWSITIVE REDAKTION
PAWSITIVE REDAKTION

Unser Autor:innen-Team besteht u.a. aus Ernährungstherapeut:innen für Hunde, Hundetrainer:innen, Ernährungsberater:innen, Tierheilpraktiker:innen und Physiotherapeut:innen für Tiere.

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